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60 Einsatzkräfte bei Brandübung im Kurhaus Bad Mühllacken

Dienstag, 4. April 2017, 19:04: Ein Brandmelder im Kurhaus der Marienschwestern in Bad Mühllacken schlägt an, der Hausmeister drückt auf „Erkunden“ und begibt sich in den 2. Stock in die Teeküche. Er muss aber wieder umkehren, da der Bereich bereits stark verraucht ist. Es werden noch mehrere Personen in diesem Bereich vermutet. Über die Landeswarnzentrale werden die FF Bad Mühllacken, die FF Lacken sowie die Teleskopmastbühne der FF Walding alarmiert.
Mit diesem Übungsszenario sind die Einsatzleiter Herbert Radinger und Jürgen Pichler wenige Minuten danach beim Eintreffen konfrontiert. Insgesamt stehen ihnen rund 60 Einsatzkräfte zur Verfügung, auch der ASB Feldkirchen ist bereits mit einem Fahrzeug eingetroffen. Von der Leiterin des Kurhauses kommt die Info, dass mindestens 9 Personen vermisst werden. Sofort rüsten sich je ein Trupp der FF Bad Mühllacken und der FF Lacken mit schwerem Atemschutz aus und ein Innenangriff wird vorbereitet. Nachdem sich der Brand auch außen bis auf den Dachstuhl ausbreitet, wird im südwestlichen Teil des Kurhauses ein Außenangriff gestartet. Gleichzeitig wird die Einsatzleitstelle, der Atemschutzsammelplatz und die Wasserversorgung aufgebaut sowie Einsatzabschnitte gebildet. Die Atemschutztrupps greifen über beide Stiegenhäuser an und arbeiten sich zu den vermissten Personen vor. Nach kurzer Zeit können die ersten Verletzten den Feuerwehrersthelfern übergeben werden, die diese zum Verletztensammelplatz beim Seniorenheim bringen. Mittlerweile ist auch die Teleskopmastbühne der FF Walding eingetroffen, ebenso das TLF Walding, das zur Wasserversorgung der TMB mitausrückt.
Der Brand ist kurz danach unter Kontrolle und durch die Überdruckbelüftung kann auch der Rauch aus dem Gebäude gedrückt werden. Bewährt hat sich der Einsatz des neu angeschafften Rauchvorhangs, mit dem die Verrauchung weiterer Gebäudeteile vermieden werden kann. Die Rettung der Verletzten über die TMB und durch die Atemschutztrupps schreitet zügig voran. Nachdem alle 9 vermissten Personen in Sicherheit sind und von den Einsatzleitern „Brand aus“ gegeben werden kann, findet noch eine Übungsnachbesprechung und Begehung des Kurhauses statt. Wenngleich es schon durch frühere Übungen wichtige Erfahrungen und Festlegungen (Aufstellplätze der Fahrzeuge, Sammelplätze, etc.) gibt, ergeben sich auch diesmal neue Erkenntnisse, insbesondere für die neu in den Aktivstand übergetretenen Kamerad/innen. Ausgearbeitet wurde die Übung von Gruppenkdt. Philipp Rabeder und Kdt.-Stv. Christian Hummer, als „Verletzte“ stellten sich Mitglieder der Jugendgruppe der FF Bad Mühllacken zur Verfügung, weiters wurden dem Körpergewicht von Erwachsenen entsprechende Übungspuppen eingesetzt.